Hoffnungswort für den 19.01.2021

Liebe Freund*innen!

Da die Lockdowen-Zeit sich notgedrungen zu dehnen scheint, möchte ich die Hoffnungsworte für eine Weile etwas anders ausrichten. Ich möchte es mit „Kurzandachten" versuchen, in denen ich scheinbar nebensächliche biblische Motive kurz bedenken und auf ihr Hoffnungspotential abklopfen möchte.

Habt bitte Verständnis für manche „dichterische" Freiheit, die mir einfach Freude macht. Ich möchte mal wieder über die Urgeschichte nachdenken 1.Mose 1-12.

Wer kann und mag und Zeit hat, kann
zuerst das Lied EG 361,1.3.7 singen und hinter EG 897 beten.

„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde." (1.Mose 1,1)

Die Heilige Schrift beginnt mit dieser tröstlichen Botschaft:
GOTT schuf den Himmel und die Erde.
Den Himmel als die Seele der Erde
und als Schutz vor tödlicher Strahlung.

Kein Teufel, kein Dämon, kein Schlingel, kein Tyrann, keine Holz- oder Hohlkopf - nein Gott schuf Himmel und Erde,
den Mond und die Sterne, die Milchstraßen und die dunklen Löcher.
Das erkennen wir im Glauben. Darauf vertrauen wir.

Die Bibel sagt uns, dass Gott die Welt schuf.
Die Wissenschaft versucht uns zu erklären, wie er das gemacht hat.

Ich glaube, dass der allmächtige Schöpfer Himmels und der Erde
um Jesu Christi willen, mein Gott und mein Vater ist.
Auf ihn vertraue ich und zweifle nicht,
das er mich mit allem versorgt,
was ich für Leib und Seele nötig habe,
und auch alle Lasten, die er mir auferlegt,
mir zum Besten wendet.
Er kann es tun als der allmächtige Gott
Und will es tun als mein getreuer Vater (Heidelberger Katechismus Fr.26)!
Darum seid zuversichtlich und vertrauensvoll!

Bleibt behütet, virenfrei und voller Hoffnung.
Herzlichst Euer eh.

 

 

Hoffnungswort für den 18.01.2021

Liebe Freund*innen!

Das Neue Testament ist voller Hoffnungsgeschichten. Und diese Hoffnung, an die Frauen und Männer sich klammern hat einen Namen: Jesus von Nazareth.

Die Männer im Boot auf dem aufgewühlten See schreien: „Herr, hilf uns!" Und stand auf für sie und es ward eine große Stille.

Der blinde Bartimäus schreit sich die Seele aus dem Leib: „Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich mein!" Und Jesus kommt zu ihm und sagt: „Sei sehend".

Die kranke Frau will nur den Saum seines Kleides berühren. Sie tut es. Und Jesus sagt: „Dein Glaube hat dir geholfen!"

Der kleine Zachäus steigt voller Hoffnung auf einen Baum, um wenigstens einmal Jesus zu sehen. Und Jesus bleibt stehen und sagt zu ihm, dem Zöllner: „Heute muss ich zu Gast bei DIR sein".

Und die Menschen brachten viele Kranke und Besessene zum ihm, in der Hoffnung, er ihnen das „Leben wieder schenke". Die einen sagen: „Und er heilte sie alle". Andere sind vorsichtiger und sagen: „Er heilte viele von ihnen".

Menschen kommen voller Hoffnung zu Jesus; und er hat sie nicht enttäuscht. Nur Jesus war manchmal von den Menschen enttäuscht: Jesus heilt 10 Aussätzige. Nur einer kehrt um und bedankt sich! Jesus fragt damals und heute: „Wo sind die neun, die auch gesund wurden?"

Seid voller Hoffnung und Zuversicht!

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 16.01.2021

Liebe Freunde*innen!
Heute mal zum Wochenende etwas ganz anderes. Ein Gedicht von Joseph von Eichendorff (1788-1857). Diesmal stimmt der Verfasser! Weil ich dieses Gedicht liebe, habe ich schon mal versucht es auswendig zu lernen. Schade, – es will nicht mehr haften an meinen Synapsen. Aber ich schreibe es gerne für Euch und mich ab.

„Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nur träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus."
(Joseph von Eichendorff)

Ich weiß, dass das Gedicht eine andere Jahreszeit als die jetzige beschreibt. Es gibt diese Zeit noch, nach der wir uns alle von Herzen sehnen: Eine Zeit, in der Felder und Wälder sacht wogen und rauschen, eine Zeit die uns spüren lässt, dass der Himmel die Erde sacht küsst, eine Zeit in der auch unsere Seele die Flügel weit ausspannt, eine Zeit in der wir nach Hause fliegen – in das normale Leben.

Lasst Euch von diesen Gedicht und der Predigt, die Pastor Voget auf der Gemeindehomepage (reformiert Neuenhaus) zum Wochenende bei google einstellt, begleiten.

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 15.01.2021

Liebe Freund*innen!

Sturmstillung II

Es gibt – auch in unserem – Leben selten seltsame und zutiefst nachdenklich machende Ereignisse und Begegnungen. So wie diese zum Beispiel:

Jesus und seine Jünger fahren in einem Boot über den See Genezareth, auch Galiläische Meer genannt. „Und es erhob sich großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass das Boot schon voll wurde" erzählt Markus. Matthäus schreibt: „Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, so dass auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde". Lukas berichtet etwas dramatischer: „Und es kam ein Windwirbel über den See, und die Wellen überfielen(!) sie, und sie waren in großer Gefahr". Die Worte sind verschieden; die Sache ist klar: Das Meer wütet und wallt um das Boot. Siehe dazu auch das Hoffnungswort von gestern.

„Er aber schlief hinter im Boot". Nach Markus auch noch bequem mit einem Kissen unter dem Kopf. „Und er schlief!" Ganz so wie es in Psalm 4,9 geschrieben steht:

„Ich liege und schlafe ganz mit Frieden;
denn alleine du, Herr,
hilfst mir, dass ich sicher wohne.
Erkennt doch, dass der Herr seine Heiligen
Wunderbar führt.
Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?"
Herr, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!"

Darum kann ER schlafen mitten im Sturm. Er weiß sich geborgen, gehalten und bewahrt. Ein winziges Stück dieser Geborgenheit wünsche ich mir. Das Wissen um und Vertrauen auf diese Geborgenheit in Gott würde unserm Leben eine neue Ausrichtung geben.
Bleibt behütet, virenfrei und voller Hoffnung und Vertrauen.
Herzlichst Euer eh.

 

 

 

Hoffnungswort für den 14.01.2021

Mein Kernbereich sind biblische Geschichten. Erzählend verforme ich sie gerne. Ich kombiniere sind gerne mit Elementen aus anderen Bereichen.
Eine wunderbare Hoffnungsgeschichte ist Stillung des Seesturm. Diese Geschichte ist in allen drei Evangelien überliefert: Matthäus 8,22-27/ Markus 4,31-35/ Lukas 8,22-25. Ich will versuchen, Euch und mir das Hoffnungspotential dieser „Wunder"Geschichte zu erschließen. Ich will es in zwei Anläufen versuchen.

Sturmstillung I

„ Und es kam ein Wirbelwind über den See,
und die Wellen überfielen sie,
und sie waren in großer Gefahr"
„Boot oben, Boot unten, ein Höllentanz!
Nun muss es zerschmettern .. Nein, es blieb ganz! ...
Wie lange? Wie lange?

Mit feurigen Geißeln peitscht das Meer
Die menschenfressenden Rosse daher,
Sie schnauben und schäumen.

Wie hechelnde Hast sie zusammenzwingt!
Eins auf den Nacken des anderen springt
Mit stampfenden Hufen!

Drei Wetter zusammen! Nun brennt die Welt!
Was da?"!
Da stand er auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme!
Und der Wind legte sich,
und es entstand große Stille.
Und die Jünger fragten sich: Wer ist der?"

Ich glaube, dass es diese „große Stille" gibt – nicht immer, aber hin und wieder, manchmal und bisweilen.
Ich hoffen, dass wir auch einmal wenigstens den treffen, der für uns sein „schweig und verstumme" spricht.

Die Ballade von Theodor Fontane „Nis Randers" endet mit den direkt an die Seele greifenden Worten: „Sagt Mutter, s ist Uwe!" Mich berühren diese Worte beim Lesen jedes Mal sehr.
Vielleicht können wir ja damit rechnen, dass es einmal heißt: „Sagt Mutter, Corona ist vorbei"!
Herzlichst Euer eh.

 

 

 

Hoffnungswort für den 13.01.2021

Liebe Freund*innen!

Ob Du auch von diesem Wunsch beseelt bist, einmal ein Zeichen Gottes zu sehen, das weiß ich nicht? Ich möchte das wohl: Wenigstens einmal ein Zeichen erleben seiner Gegenwart, seiner Erhörung eines Gebetes, ein Zeichen seiner Mut machenden Hoffnung, die uns trägt – das wäre für mich eine große Hilfe.
Gerd Theißen hat dazu (Seite 85 und87) in seinen „Glaubenssätze(n). Ein kritischer Katechismus" tröstliche Sätze geschrieben:

„Die Zeichen Gottes sind wie Blumen,
die den Asphalt durchbrechen,
wie Kindergeschrei,
das die die Hausordnung stört,
wie Sommertage im Oktober
und Schneeflocken im Mai.

Es gilt: Wissen von Gott ist Weisheit,
nicht exakte Wissenschaft (wie in Laboren und Forschungszentren),
aber alles, was exakte Wissenschaft ist,
kann theologische Weisheit werden,
wenn es in kontemplativer Dankbarkeit
betrachtet wird".

Ich lerne: Alles kann uns zum Zeichen Gottes werden, wenn wir die Dinge der Welt aus der Perspektive Gottes zu sehen versuchen. Es ist an uns, an Dir und mir, Zeichen Gottes, die Zeichen der Hoffnung, zu entdecken. Augen auf im Verkehr mit der Welt!!

Herzlichst eh.

 

Hoffnungswort für den 12.01.2021

Liebe Freund*innen!

Unser Hirte und Seelsorger Jörg Voget erwähnte in einer Predigt „Die Volx Bibel" von Martin Dreyer. Ich habe mich von Jörg Voget kundig machen lassen und habe sie mir gekauft. Auf dem Klappentext der „Volx Bibel" lese ich: „Die Kultbibel – frisch, frech, fromm. Die Volxbibel übersetzt die jahrtausendealten Texte in unsere heutige Zeit – mit Worten, die man in der Kirche eher selten hört: immer auf der Höhe der Zeit."

Bevor Du weiterliest, ist es ratsam Psalm 150 im Luthertext zu lesen. Beim Blättern stieß ich auf den 150. Psalm. Die fremde aber interessante Sprache, soll heute unser „Hoffnungswort" sein:

„Danke, Gott.
1. Danke, Gott, du bist der Größte! Sagt ihm das im Tempel!
Er hat die Macht, Gott kann alles, ist der Chef im Himmel.
2. Bedankt euch bei ihm, weil er krasse Sachen getan hat.
Er kann alles, nichts ist ihm unmöglich, er hat die Macht.
3. Sagt ihm „danke" mit verzerrter Gitarre und Verstärker,
noch krasser und härter mit E-Bass und lautem Verzerrer.
4. Macht Musik für ihn mit der fettesten Drum-Machine.
Pogo und Breakdance mit lautem Basssolo gefallen ihm.
5. Schlag auf die Becken, bring die Hi-Hat zum Vibrieren.
6. Alles, was atmet, soll mit lauter Stimme Gott ehren.
Danke, Gott, ja, du bist als der große Chef immer da,
du bist gigantisch gut, man ruft dann auch „Halleluja""

Wenn wir das sagen können, was in Vers sechs steht: „Danke, Gott, ja, du bist als der große Chef immer da", dann wird uns die Hoffnung nie ausgehen.

Luther hat dem Volk seiner Zeit „aufs Maul geschaut". Martin Dreyer schaut dem jungen Volk seiner Zeit – 2014 - aufs Maul. Die Zeiten und Sprache ändern sich. Aber der „große Chef im Himmel" bewahrt unsere Hoffnung vor dem Virenbefall. Verlasst Euch drauf!

Bleibt fett behütet, krass virenfrei und gigantisch wohlgemut.

Herzlichst Euer eh.

 

 

Hoffnungswort für den 11.01.2021

„Hoffen und Harren macht manchen zum Narren!" So sagt der Volksmund. Stimmt das? Ich denke: Hoffen und Harren darf nicht kurzfristig denken. Hoffnung braucht einen langen Atem.

Bei Gerd Theißen, in seinen „Glaubenssätzen" fand ich diesen Text, der mir Freude und Hoffnung gemacht hat:

„2000 Jahre sind eine zu kurze Zeit,
um die Hoffnung zu testen,
die damals (mit dem Christentum) in die Welt kam.

Hätte der Neandertaler für möglich gehalten,
dass Menschen Technik hervorbringen?
Hätte es die Antike für möglich gehalten,
dass Sklaverei als Verbrechen gilt?
Hätte man vor 200 Jahren daran denken können,
dass die Todesstrafe geächtet wird?
Hätte man vor 100 Jahren daran glauben können,
dass Kinder ohne Prügel erzogen werden?

Schon deswegen ist die Hoffnung auf Überwindung
von Krieg, Armut und Unfreiheit
zwar Hoffnung gegen die Geschichte,
nicht aber gegen die Vernunft."

Die Hoffnung, dass es auch einmal ein Zeit ohne Corona geben wird, ist darum auch nicht gegen alle Vernunft!

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 09.01.2021

Heute morgen im Bett – ich werde oft früh wach und dann kreisen die Gedanken – beschäftigte sich das wunderbare Wort „Barmherzigkeit" mit mir! Ich vermag das, was das Wort beschreibt, nicht so richtig auszudrücken. Heute morgen drängte sich mir diese völlig unwissenschaftliche Idee auf: „Barmherzigkeit" das bedeutet, dass mich jemand in den Arm nimmt und mich an sein Herz drückt.

Eine sehr praxisbezogene Interpretation der Barmherzigkeit bekam ich von einem Freund und Weggenossen zugeschickt:

„Eine echte Herausforderung. Seid barmherzig! Übt das. Wie? Diese Beispiele fiel mir spontan ein:

• Einem zuhören, der wie immer nicht zum Ende kommt.
• Die Fliege nach einer gestörten Nacht rausfliegen lassen
• Ein Schiff im Mittelmeer mitfinanzieren, das Menschenleben rettet.
• Brücken und sichere Häfen bauen.
• Auf Beurteilen und Verurteilen und Abwerten verzichten.
• Mit eigenen Fehlern rechnen. Und mutig um Verzeihung bitten.
• Mich einschränken, um andere zu schützen, auch wenn ich nicht weiß wen.
• Dem anderen einen wärmenden Blick schenken. Ohne Hintergedanken.
• Es nicht für normal halten, wenn Gewalt im Spiel ist oder menschenverachtende Sprüche geklopft werde.
• Wenn jemand Unrecht getan hat, Klartext mit im reden.
• Jemanden richtig absichtlich mit Gottes Augen ansehen. Im anderen das Kind Gottes erkennen, einzigartig und wunderbar.

Wer barmherzig ist, wird Gott ähnlich. Immer mehr.
Wie wäre es also mit einem Übungsjahr der Barmherzigkeit.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen!

 

Hoffnungswort für den 08.01.2021

Gerd Theißen, Professor für Neues Testament in Heidelberg, hat ein wunderbares, sehr lesenwertes Buch für kritische Geister geschrieben. Das Buch trägt den Titel:
„Glaubenssätze. Ein kritischer Katechismus". 1.Aufl. 2012
Auf Seite 365 lese ich:

„Ich denke, also bin ich,
sagte der Philosoph Descartes.
Ich küsse, also bin ich,
sagte der Dichter Heinrich Heine.
Ich kaufe, also bin ich,
sagt der Mensch von heute"

Der Christ sagt:
Ich glaube, also bin ich, –

ein oft Verzweifelter,
der dennoch versucht Hoffnung zu machen.
Unsere Hoffnung kann zwar keine Berge versetzen,
aber sie kann Steine aus dem Weg räumen.

Manchmal - ( wie am Mittwoch dem 06.01.21) - sind die Nachrichten zur Weltlage in den „Tagesthemen" so irrsinnig, die Handlungen der Menschen so unfassbar unmenschlich, egoistisch, dumm und töricht, widersinnig und entmutigend, dass ich mich nur noch in den Zynismus flüchten kann. Ich weiß, dass das nicht gut ist. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt berechtigt und befugt bin, zu versuchen, anderen dennoch Hoffnung zu machen.

Zeitgenossen sagen: „Die Hoffnung stirbt zuletzt". Christen sagen mit der Bibel: „Und DENNOCH bleibe ich stets an DIR"(Psalm 73,23). Aber manchmal bleibt mir das trotzige Dennoch im Halse stecken.

Bleibt dennoch behütet, dennoch virenfrei und erst recht dennoch zuversichtlich!
Herzlichst eh.

PS: Der Lockdowen ist verlängert. Bei G. Theißen (siehe oben) finde ich so viele tolle Sätze, die ich gerne mit Euch teilen möchte, dass ich ihn noch öfter Zitieren möchte.

 

Hoffnungswort für den 07.01.2021

Im katholischen Gesangbuch, dem „Neuen Gotteslob", gibt es ganz wunderbare Gebete . Unter der Nummer 676 finde ich dieses Gebet:

„DU vergibst denen, die schuldig geworden sind.
DU stehst auf der Seite der Unvollkommenen.
DU öffnest Sterbenden die Tür zum Leben.

DU verleihst den Friedfertigen Ausstrahlung.
Du machst Getaufte zum Salz der Erde.
DU rufst uns zu Zeugen deiner Liebe.

DU bist gegenwärtig, wo Menschen auf dein Wort hören und dein Mahl feiern.
DU bist gegenwärtig, wo Menschen einander die Hände reichen und Rache der Vergebung weicht.
DU bist gegenwärtig, wo Menschen einander die Tränen trocknen und Zuversicht säen.

DU bist gegenwärtig, wo Menschen einander Wege des Friedens weisen und Waffen vernichten.
DU bist gegenwärtig, wo Menschen mutig in deine Fußspur treten und so der Kirche Glaubwürdigkeit verleihen."

Ein Gebet aus der Zeit für die Zeit. Heute, 2021, würde ich noch hinzufügen:
„DU bist gegenwärtig, wo Menschen die not-wendigen Coronaregeln einhalten und sich bemühen, auch an und für Andere zu denken"

 

Hoffnungswort für den 06.02.2021

Epiphanias – Erscheinungsfest.

Mit Epiphanias schließt der Weihnachtskreis ab. Die Weihnachtsbäume, die daran erinnern sollen, dass Gott seinem Volk sein will wie eine „grünende Tanne" (Hosea 14,9) , dürfen jetzt abgeräumt werden. Früher kamen an diesem Tag die Sternsinger und malten mit Kreide ihr C.M.B.(Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus) an unsere Wohnstätten. Der [Corona]-Alltag beginnt wieder – aber bitte nicht erbarmungslos und nicht hoffnungslos. Denn wir haben Hoffnungswort, das uns durch den Alltag begleitet:

Die ist die Nacht, da mir erschienen
des großen Gottes Freundlichkeit;
das Kind, dem alle Engel dienen,
bringt Licht in meine(!) Dunkelheit,
und dieses Welt- und Himmelslicht
weicht hunderttausend Sonnen nicht. (EG 40,1)

Versucht doch einfach mal „Hoffnung und Barmherzigkeit" wenigstens probeweise zu leben. Seid doch einfach gespannt, wie weit Ihr damit kommt. Wenn der Versuch mit Erfolg gekrönt ist – wunderbar! Wenn Ihr scheitert, versucht es einfach zu gegebener Zeit noch einmal. Eins sollten wir auf jeden Fall vermeiden: Hoffnungslos und unbarmherzig zu werden. Redet Euch nicht ein, dass das in unserer Welt gar nicht funktionieren kann. Vielleicht muss es nicht funktionieren, sonder Hoffnung und Barmherzigkeit müssen einfach gelebt werden in Demut und Kraft.

Bleibt barmherzig behütet, virenfrei und hoffnungsvoll wohlgemut.

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 05.01.2021

Liebe Freund*innen!

Die Jahreslosung beschäftigt mich noch immer: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. „Barmherzigkeit" ist für mich eines der spannendsten Worte, die ich kenne. Ich habe in der Konkordanz nachgeschlagen, wie oft das Wort Barmherzigkeit in Bibel vorkommt. Von Gottes Barmherzigkeit ist 41 x und von der Barmherzigkeit der Menschen ist 8 x die Rede. Dieses Verhältnis spricht schon für sich! Das Adjektiv „barmherzig" kommt 13 x vor. Sehr schön und ansprechend fand ich die Wendung: „Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust" (Römer 12,8). Was für ein Wort.

Wenn ich in meinem Gedächtnis krame, fällt mir so einiges zum Stichwort „Barmherzigkeit" ein. Die bekannteste Geschichte dazu ist die vom „Barmherzigen Samariter". Am Ende der Gleichniserzählung fragt Jesus den unbenannten, neugierigen und wissensdurstigen Schriftgelehrten:

„Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?" Da sprach er (der Schriftgelehrte): Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen"(Lukas 10,25-37).

In dieser Begegnung Jesu mit Schriftgelehrten geht es um diese wichtige Frage: „Was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe"?. Jesu Antwort ist überraschend einfach – „sei barmherzig wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist".

„Barmherzigkeit" nicht nur als Jahres- sondern als Lebens-Losung - und das auch noch – wie Paulus sagt – mit Lust!! und Freude, die ansteckt und mit mitreißendem Engagement!! Das ist ein schönes, Hoffnung stiftendes Lebensprogramm für 2021. Seid, bleibt, werdet barmherzig – es geht ums ewige, lohnende, sinnvolle, befriedigende Leben.

Bleibt behütet, virenfrei und barmherzig.
Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 04.01.2021

In der letzten Woche schickte mir ein befreundetes Ehepaar, das ich vor 40 Jahren getraut habe, anlässlich ihrer Rubinhochzeit die Predigt zu, die ich ihnen bei ihrer Grünen Hochzeit gehalten hatte. Predigttext war I Korinther 13,13: „So bleiben nun Glaube, Hoffnung, Liebe die drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen".
In dieser Predigt habe ich diesen Song von simon&garfunkel, einem US-amerikanischen Rock- und Folk-Duo, zitiert:

„Wenn du müde bist,
wenn du dir unbedeutend vorkommst,
wenn Tränen in deinen Augen stehen:
Ich will sie dir trocknen.
Ich werde an deiner Seite stehen, wenn die Zeiten hart werden
und keine Freunde da sind.
Wie eine Brücke über aufgepeitschten Wassern,
so will ich da sein,
wie eine Brücke über einen gefährlichen Strom.
Und wenn du erschöpft bist und ausgebrannt und geplagt und liegst am Boden,
wenn die Nächte zur Qual werden, dann werde ich dich trösten,
und dir deine Last abnehmen.
Wenn die Dunkelheit kommt und du gequält und geplagt bist,
dann werde ich da sein,
wie eine Brücke über aufgepeitschten Wassern.

Damals habe ich dem jungen Paar gesagt: „Das ist eigentlich die schönste Liebeserklärung, die ich seit langem gefunden und gelesen habe". Heute möchte ich hinzusetzen: „Dieser Song ist ein moderner Psalm, der ein sehr großes Trost- und Hoffnungspotential hat". Ich wünsche Euch gute Erfahrungen mit dem modernen Psalm voller Verheißung und Liebe.

Bleibt behütet, zuversichtlich, virenfrei und wohlgemut.
Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 02.01.2021

Liebe Freund*innen!

Die reduzierten Festlichkeiten hatten sicher auch Vorteile: Es gab weniger Brummschädel, denn sich nur im kleinsten Kreis die Kante zu geben, macht auch nicht richtig Spaß. Und man hat das Geld für die Böller gespart. Endlich hat die alte Forderung von BROT FÜR DIE WELT „Brot statt Böller" eine realistische Chance. Also – was hindert uns?!

Auf der Suche nach hilfreichen Texten bin ich mal wieder im Gesang fündig geworden. Das Lied von Johann Rist (EG 61), gesungen mit der fröhlichen Leihmelodie „Tut mir auf die schöne Pforte"(EG 166) hat es mir angetan:

1) Hilf, Herr Jesu, lass gelingen,
hilf, das neue Jahr bricht an;
lass es neue Kräfte bringen,
dass aufs neu ich wandeln kann.
Neues Glück und neues Leben
wollest du aus Gnaden geben.

2) Was ich sinne, was ich mache,
das gescheh in dir allein;
wenn ich schlafe, wenn ich wache,
wollest du, Herr, bei mir sein;
geh ich aus, wollst du mich leiten;
komm ich heim, steh mir zur Seiten.

4) Herr, du wollest Gnade geben,
dass dies Jahr mir heilig sei
und ich christlich könne leben
ohne Trug und Heuchelei,
dass ich noch allhier auf Erden
fromm und selig möge sein.

Wer in diesen Tagen Zeit hat und den Wunsch nach geistlicher Erbauung und Anregung verspürt, der kann ja mal ganz für sich, die Lieder zur „Jahreswende" EG 58-65 meditierend lesen. Es lohnt sich auch, darüber nachzudenken, ob und wie sich das Erleben der Jahreswende im Lauf der Jahrhunderte geändert hat.

Viel Freude dabei wünscht Euch Euer eh.
Bleibt behütet, hoffnungsfroh, virenfrei und wohlgemut.

 

Hoffnungswort für den 31.12.2020

Liebe Gottesdienstvermisser*innen!

Euch alle grüße ich in diesem verwirrenden Jahr zum letzten Mal. Lange habe ich überlegt, was uns hinübertragen könnte über die Schwelle, vor der wir stockend innehalten, um die Zeit und das Jahr und uns und unser Leben zu überdenken. Das ist auch gut so.

Bei Huub Oosterhuis, in seinem „Gottesdienstbuch", fand ich auf Seite 43 einen Segen, der hilfreich sein könnte:

Geht alle hin in Frieden
auf den Platz,
an den euch Gott gestellt hat
in Verantwortlichkeit,
und er selbst wird euch segnen,
der Vater, der Sohn, der Heilige Geist.
Amen

Ich danke allen, die den Dienst der „Hoffnungsworte" angenommen und gelesen haben. Besonders danke ich all denen, die auf sehr verschiedene Weise auch mal Rückmeldung gegeben haben. Ich hoffe für Euch und für mich, dass ich nicht noch eine dritte Staffel starten muss.
Bleibt auch im neuen Jahr behütet, virenfrei und wohlgemut und werdet nicht wankend in der Hoffnung auf das Himmelreich und ein virenfreies Jahr 2021.

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 30.12.2020

Liebe Gottesdienstvermisser*innen!

Wir lesen jeden Morgen die Herrenhuter Losungen. Gute Freunde von uns lesen jeden Morgen die dreisprachige Ausgabe der Losungen.: Deutsch, Griechisch, Hebräisch. Das muss nicht sein. Aber es tut gut, solche gebildeten Freunde zu haben. Am Dienstag, dem 29.12.2020 haben wir auf der letzten Seite des Losungsbüchleins gelesen:

„In Zeiten wie diesen, verfinstert von Gewalt und Terror, von Angst und Entsetzen,
will ich mein Gesicht in die Sonne halten
und mich durchwärmen lassen vom Licht, das Leben schafft
und mich Mensch sein lässt.
Denn in Zeiten wie diesen,
wo es am Tag dunkel ist,
ist es Zeit,
aufzustehen im Namen dessen, der auferstand,
als die Sonne am Ostermorgen aufging."
Dorothea Rohde

Die Frauen waren am ersten Tag der Woche früh aufgestanden, um einen Toten für die Ewigkeit zu salben. Und sie kehrten zurück mit der lebendigsten Hoffnung, die man sich denken kann. Diese lebendigste Hoffnung wünsche ich uns allen, in diesen in umwölkten Tagen.

Bleibt behütet, virenfrei und wohlgemut und haltet fest an der Hoffnung auf ein coronafreies Jahr 2021.

Herzlichst Euer eh.

 

Hoffnungswort für den 29.12.2020

Liebe Gottesdienstvermisser!

Nach all den bedeutungsschweren Tagen muss jetzt auch einmal Zeit sein für ein leichtes Lächeln.

Von lieben Freunden haben wir im vergangenen Jahr den Abreißkalender „Was mein Leben reicher macht" zu Weihnachten geschenkt bekommen. Auf den Blättern des Kalenders erzählen Frauen und Männer von Begegnungen, Gesprächen und witzigen Zufällen, also von den kleinen Glücksmomenten des Alltags. In diesem Kalender finden sich die schönsten Beiträge aus der ZEIT – Kolumne „Was mein Leben reicher macht". Zwei Beiträge haben uns besondere Freude gemacht:

Auf dem Kalenderblatt zum 16.12.2020 ist zu lesen:
„In einem Laden an dem Tisch, wo man die Geschenke einpacken lassen kann. Vor mir steht eine alte Dame. Die Mitarbeiterin beginnt, deren Geschenk einzuschlagen. Darauf die Kundin: „Das muss nicht schön werden. Es ist für meinen Schwiegersohn".

Auf dem Blatt zum 17.12.2020 ist zu lesen:
„Neulich beim Deutschlernen. Ich versuche mit Händen und Füßen zu erklären, was Poesie ist. Ein syrischer Junge hilft mir auf die Sprünge: Poesie ist so was wie Ballett, aber mit Wörtern.

Zu Weihnachten haben mir Ruth und Christina eine Mappe geschenkt, in der sie alles über meinen Vater zusammengetragen haben, was noch greifbar ist. Darunter befindet ein Gedicht, in dem mein Vater die Familie seines Vikarsvaters „besingt". In diesem Gedicht überliefert mein Vater, wie der natürlich durch und durch bibelkundige Herr Pastor seine Frau anredet:
„Geliebtes Wesen, du mein grüner Schmetterling,
Du bist mein Leben, bist mein Sonnenschein,
Und immer sollst du meine süße, kleine Rippe sein.
Ach Mütterchen, du Liebling mit dem blonden Haar".

Alte Pastoren wissen, was Frauen freut, wie mann mit den Töchtern Evas, der aus der Rippe Adams Geschnitzten, reden muss.

In der Hoffnung, dass Ihr wenigstens ein wenig schmunzeln konntet,
bin ich Euer eh.

Bleibt behütet, virenfrei und wohlgemut!

 

Hoffnungswort für den 23.12.2020

Liebe Freund*innen.

In dem SPIEGEL-Leitartikel (siehe gestern und vorgestern) geben Wissenschaftler, Forscher und Experten Ratschläge, wie aus einem unter Coronabedingungen gefeierten Weihnachtsfest, dennoch ein Fest der Hoffnung zu machen ist.

Auf Grund von Tatsachen, Zahlen, Forschungsergebnissen und Studien geben sie folgende Ratschläge:

- Ferien machen vom Harmonie- und Glücksideal.
- Schenken ist nicht so wichtig. Für Kinder ist es kostbar, in ihren Wünschen wahrgenommen zu werden.
- Raus aus der Shoppingspirale.
- Verbindliche Regeln helfen enorm.
- Verzicht ist das Thema der Pandemie.
- Wir haben gelernt, uns zu solidarisieren.
- Wenn wir uns anstrengen, können wir Erstaunliches leisten.

Es ist gut, richtig und notwendig solche Ratschläge zu befolgen. Aber unser Leben besteht nicht nur aus Fakten, Zahlen und Forschungsergebnissen. Zu einem lebenswerten und erfüllten Leben gehören auch Hoffnungen, Träume, Lieder und Sehnsüchte. Und die finden wir in der Bibel:

- Jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt (Jesaja 9,4)
- Es wird des Friedens kein Ende sein (Jes. 9,4).
- Ein Säugling wird spielen am Loch der Otter. Wölfe werden den Lämmern wohnen (Jes. 11,6ff).
- Und da wird einer sein, auf dem der Geist des Herrn ruht, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn (Jes. 11,2)
- Über einem Stall steht der Himmel offen und Engel singen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen (Lukas 2)
- Ein Engel sagt: „Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst! Im Namen Gottes verkündige ich euch eine große Freude: Euch ist heute der Heiland geboren! (Lukas 2)

Wir leben nicht nur von Zahlen und Fakten der Wissenschaft sondern auch von Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen, die uns die Bibel in wunderbaren und unvergesslichen Bildern schenkt.

Bleibt zuversichtlich, weihnachtlich und tapfer.

 

Herzlichst eh.

 

 

Hoffnungswort für den 22.12.2020

Liebe Freund*innen.

SPIEGEL – Experiment II. Kombination von Medien und Bibel

In der letzten Spiegelausgabe (siehe gestern) steht als Zusammenfassung über dem Leitartikel:

„Pandemie Das Virus wütet, das Land liegt im Dämmerschlaf, und Weihnachten wird in diesem Jahr überschattet von Sorgen. Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Wie es trotzdem gelingen kann, dieses Fest im Ausnahmezustand gut zu feiern – und daraus ein Fest der Hoffnung zu machen (findet darin seine Begründung: Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst".

Das passt doch erstaunlich gut zusammen. Nun gibt es verschiedene Gründe, die uns Mut machen, trotzig und zielstrebig, weil hoffnungsfroh, Widerstand gegen das Dunkle und den Dämmerschlaf zu leisten. Jesaja sagt: Das Volk im Finstern und im Dämmerschlaf sieht ein Licht, ein Lichtblick tut sich auf: Ein Kind! Ein Kind für uns. Ein Kind uns zu gute geboren und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter, denn es weiß wunderbaren Rat zu geben für alle, die „sitzen in Finsternis und Schatten des Todes" (Lukas 1,67-79).

Im SPIEGEL geben Experten Ratschläge, wie aus einem kastrierten Fest ein Fest der Hoffnung zu machen ist. Davon morgen mehr.

Bleibt behütet, virenfrei und wohlgemut und haltet fest an der Hoffnung auf ein coronafreies Jahr 2021.
Denkt dran: Ein Kind, DAS Kind ist uns geboren. Auf SEINER Schulter liegt die/alle Herrschaft.

Herzlichst eh.

 

 

Hoffnungswort für den 21.12.2020

Liebe Freund*innen.

Den letzten SPIEGEL [Nr. 52/19.12.2020] fand ich sehr spannend. Besonders den Leitartikel fand ich aus mehreren Gründen nachdenkenswert. Er brachte mich auf die Idee, SPIEGEL und Jesaja zu kombinieren. Die Zitate aus Jesaja 9,1-6 schreibe ich in Kursivschrift.

„Fürchtet euch nicht"! Ist der SPIEGEL-Leitartikel überschrieben. Hier – und auch in den Kirchen - macht sich eine Schwerpunktverlagerung in der Weihnachtsbotschaft bemerkbar. Früher stand Weihnachten im Mittelpunkt: „Ich verkündige euch ein große Freude: Euch ist heute der Heiland geboren!" Jetzt rückt das andere Engelwort in den Mittelpunkt: „Habt keine Angst! Fürchtet euch nicht"! Denkt doch mal bitte drüber nach, ob das von Bedeutung ist.

Bei Jesaja lese ich:

„Du (Gott) weckst lauten Jubel,
du machst groß die Freude.
Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte,
wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt". (Jesaja 9,2)

Ein Stück dieser, von Gott geschenkten Freude, wünsche und erhoffe ich für uns alle. Denn dann müssten wir uns nicht mehr fürchten. Die „Ernte" und die „Beute" könnten auch eine wachsame und verantwortete Furchtlosigkeit sein

Gruß eh.
PS.: Morgen mehr zu der Jesaja – SPIEGEL Kombination.

Hoffnungswort für den 19.12.2020.

Liebe Freund*innen!

Es ist nun wieder so weit: Wir brauchen eine zweite Staffel der „Gottesdienstvermisser-Briefchen". Ich habe mir die Erlaubnis dafür von unserm Hirten und Seelsorger Pastor Voget eingeholt. Ich werde versuchen an den Alltagen etwas auf die Reihe zu bekommen. Pastor Voget sind die Feiertage vorbehalten.

Durch meine Adressenliste wird natürlich nur ein kleiner Teil der Gemeinde erreicht. Darum bitte ich sie wieder das Hoffnungswort auszudrucken und an Interessierte, die keinen Computer haben, zu verteilen.

Es kam alles so überraschend. Ich habe „nur" einen Bibelspruch. In schwerer Zeit rafft sich ein biblischer Zeuge zu diesem Glaubenssatz auf:

„Die Güte des Herren ist's dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern ist alle Morgen neu,
und seine Treue ist groß".
Klagelieder Jeremias 3,22 und 23.