Evangelisch-reformierte Gemeinde Neuenhaus

Nächster Termin

Sonntag, 29.04.2018 - 10.00 Uhr

Gottesdienst Pastor Jörg Voget

Kollekte: Mitfinanzierung der Krankenhauspfarrstelle

Monatslied

Monatslied April 2018

Psalm 92: Wie schön ist’s, Gott zu loben!

Psalm 92: Wie schön ist's, Gott zu loben!

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir dieser „Dankhymnus" völlig fremd war. Bei näherer Betrachtung und einem Vergleich mit dem Bibelpsalm stellt sich heraus, dass sich in unserm Monatslied mehrere Aussageebenen überlagern: Da ist in den Versen 1 und 2 der Lobpreis der Herrlichkeit Gottes, im Vers 3 haben wir das weisheitliche Thema „der Weise und der Tor", in Vers 4 ist die Rede von einer „Ich – Du – Beziehung" und die Verse 5 und 6 preisen das Glück des Frommen, der auch „in des Alters Tagen" noch blüht und „reiche Früchte" trägt. Der Psalm ist, wie Vers 1 nahe legt, „Sabbathpsalm".

Der Psalm hat einen frohen Auftakt: „Wie schön ist's, Gott zu loben!" Das ist eine Lebensmöglichkeit, die uns, den heutigen Sängern des Psalms, weitgehend abhanden gekommen ist. Schade. Das Thema „schön" wird am Ende der Strophe noch einmal aufgenommen. „Schön ist's, des Morgens singe von deiner Gnad und Huld, für Treue und Geduld dir abends Ehre bringen". Ob hier mit der Erwähnung des Morgens und des Abends alleine die Tageszeiten gemeint sind, mag dahin gestellt sein. Es könnte sich bei der Erwähnung des Abends auch um „dunkle" Lebensabschnitte handeln.

Strophe 2 ruft dazu auf, mit dem „Rauschen froher Saiten" den hohen Lobgesang zu Gottes Ruhm so zu begleiten, dass Freude mein Herz erhebt, wenn ich an „deiner Werke Pracht" denke.

Strophe 3 greift noch einmal das Thema „Gottes Werke" auf: „Was deine Hand je tat, verkündet deine Stärke". Wer das nicht „sieht und glaubt, weil Ehrfurcht von ihm wich", der ist ein Tor, der sich selbst der Freude beraubt. Der „Tor" ist im Alten Testament nicht einfach ein „Dummkopf", sondern der „Tor" ist der Gottesleugner, der in seinem Herzen spricht „Es ist kein Gott".

Strophe 4 behandelt das sehr wichtige Thema „der Fromme und seine Feinde". Der singende Beter vertraut darauf, dass Gott ihn über seine Feinde erhebt und Gottes Hand ihn in seinem „Amt und Stand" segnet. Trotz aller Feinde vertraut der Beter darauf, dass Gott ihm „Kraft und Leben" schenkt.

Die letzten beiden Strophen befassen sich mit dem Lobpreis des Frommen. Er „prangt grün wie der Palmenwald", er ist erfüllt von „frischem Saft", ist „voller Kraft" und wächst empor zum Ruhme Gottes. Auch im Alter – so weiß Strophe 6 – wird es ihm an reichen Früchten nicht fehlen. Der Fromme blüht in Dankbarkeit und verkündet laut, dass „die Hilfe sei bei unserm Gott zu finden".

Trotz einiger Akzentverschiebungen ist Matthias Jorissen mit der Bereimung von Psalm 92 ein sehr nachdenklich machendes Werk gelungen. Ich freue mich darauf, den Reimpsalm näher kennen zu lernen.

E.H. Prinz


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Wer wir sind

Die reformierte Gemeinde Neuenhaus ist eine kleinstädtische Gemeinde mit etwa 2000 Mitgliedern in der Grafschaft Bentheim Wir sind Teil der Evangelisch-reformierten Kirche, die ihren Sitz in Leer hat. Zu unserer Gemeinde gehört eine immer größer werdende Zahl von Niederländern, die aus dem nahen Grenzgebiet nach Neuenhaus ziehen. Um sie anzusprechen, haben wir auch Artikel in niederländischer Sprache auf unserer Homepage und in unserem Gemeindebrief.

Der Heidelberger Katechismus spielt noch eine gewisse Rolle im Gottesdienst und im Unterricht.

Wir sind in der komfortablen Situation, eine hauptamtliche Kirchenmusikerin und zwei nebenamtliche Organisten zu haben. Alle drei sind examinierte Kräfte. Darum bildet die Kirchenmusik einen Schwerpunkt in unserer Gemeindearbeit. Über die Chorarbeit und die Instrumentalmusik versuchen wir, Eltern und Kinder anzusprechen, damit ihnen die Gemeinde eine Heimat sein kann.

Mit der katholischen und der lutherischen Gemeinde leben wir ein geschwisterliches Miteinander.